Zeitmanagement als Selbstständige und Mama – ein aktueller Erfahrungsbericht

Zeitmanagement als Selbstständige und Mama – ein aktueller Erfahrungsbericht

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Zeitmanagement als Selbstständige und Mama – ein aktueller Erfahrungsbericht

Wie man es schafft, selbstständig zu sein und zwei kleine Kinder zu haben?

Ich werde oft gefragt wie ich das eigentlich zeitlich mache: Ich, als freiberufliche Fotografin, Thomas, mein Mann, der ebenfalls einen Vollzeitjob hat, den zwei kleinen Kindern und einem Haus (mit großem Garten).

Grundsätzlich muss ich dazu sagen, dass ich natürlich auch mal etwas bei der Entwicklung meiner Kinder nicht mitbekomme oder es Wochen gibt, da sehe ich sie nur kurz morgens. Dafür genieße ich die Zeit, die ich mit ihnen habe, dann umso mehr. Und es gibt auch Jobs, die ich (gerade) nicht machen kann bzw. will, weil sie zu weit weg oder zu zeitintensiv sind.

Ich gehe diesen Kompromiss gerne ein, ich finde allerdings auch, dass das jede Mama für sich selber entscheiden muss.

Grundeinstellung zur Arbeit

Einer der wichtigsten Punkte den Job und die Familie miteinander zu vereinbaren, ist- und das ist wahrscheinlich der allerwichtigste Punkt- dass mir meine Arbeit sehr viel Spaß macht und keine Last ist. Ich liebe es einfach mich um die Organisation von Shootings zu kümmern, Bilder entstehen zu lassen und die Ergebnisse zu bearbeiten. Mit dieser positiven Grundeinstellung fällt es einem wesentlich leichter bis spät abends zu arbeiten, sehr sehr früh aufzustehen und jedes kleine Zeitfenster zu nutzen um ein Projekt fertig zu stellen.

Die Möglichkeit, die Zeit selbst einzuteilen

Sehr entscheidend ist allerdings auch, dass ich mir meine Arbeit selbst einteilen kann. Das gilt natürlich nicht für jeden Tag (wenn ich einen Auftrag fotografiere, bin ich in der Regel an vorgegebene Zeiten gebunden), aber gerade wenn ein Organisations- bzw. Bildbearbeitungstag ansteht, kann ich mir die Zeit relativ frei einteilen.

Zwei-Schichten-System

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Zeitmanagement als Selbstständige und Mama bedeutet Kompromisse zu machen

Mein Grundprinzip ist das Arbeiten im „Zwei-Schichten-System“. Und zwar arbeite ich in der Regel nachdem ich die Kinder zur Tagesmutter/Kindergarten gebracht habe. Das kann mal 7 Uhr sein, mal um  8 Uhr. Und wenn wir zum Kinderarzt oä müssen dementsprechend später.

Ich arbeite dann bis zum frühen Nachmittag ca. bis 14 Uhr  und wir verbringen den Nachmittag und frühen Abend als Familie zusammen.

Abends fange ich dann nach dem die Kinder im Bett sind, wieder an zu arbeiten. Das ist manchmal um 19:30 Uhr, manchmal schaffe ich es aber auch erst um 21 Uhr und manchmal komme ich einfach zu gar nichts. In der Regel arbeite ich dann bis 22:30 Uhr, manchmal auch bis 1 Uhr oder noch später. Das kennen andere denke ich auch- wenn man an einem Projekt sitzt und es unbedingt fertig bekommen möchte, kann man einfach nicht aufhören.

Natürlich gibt es auch Zeiten, da habe ich so viel zu tun, da klappt diese Einteilung nicht. Und an den Tagen, in denen ich in Hamburg arbeite oder einen Job fotografiere, bin ich den ganzen Tag (oft auch mal bis abends oder nachts weg). Im Durchschnitt kommt das allerdings nur 2-3 die Woche vor.

Der Arbeitsraum zuhause

Ein zweiter wichtiger Punkt ist, dass ich mein Büro zuhause habe. Ich weiß, dass genau der Punkt für viele besonders schwierig ist, aber für mich ist das eine enorme Erleichterung. Ich habe schon öfter darüber nachgedacht, einen Raum (mit Studio) zu mieten oder zu teilen, aber irgendwie wäre dann alles viel aufwendiger. Ich müsste auf jeden Fall immer dorthin fahren, was ich als sehr unpraktisch empfinde.

Ich kann in meinem Arbeitsraum bei uns im Haus zwar keine aufwendigen Sets fotografieren (dafür ist er einfach zu klein und die Decke zu niedrig), aber für kleine Lichtaufbauten, die Bildbearbeitung, Buchhaltung und Organisation reicht es total. Und der Großteil meiner Jobs, die ich fotografiere, finden sowieso fast alle on Location oder in Mietstudios statt.

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…und viel (am Handy) zu organisieren

Einfaches Datenhandling

Besonders erleichternd finde ich an meinem Arbeitsraum zuhause zudem, dass ich alle Unterlagen und Daten zusammen habe. Bei der Menge und Größe an Daten, die ich habe, reichen Cloud-Systeme nicht aus bzw. der Upload der Daten ist zu zeitintensiv. Für mich ist es eine große Zeitersparnis, nicht überlegen zu müssen, welche Daten ich abends zuhause benötige oder diese gegebenenfalls noch hochladen zu müssen.

Zwischendurch Dinge ohne großen Aufwand erledigen

Und wenn wir nachmittags dann zuhause sind, kann ich zwischendurch noch Kleinigkeiten am Computer erledigen oder eine Email beantworten.

Arbeitszeit ist keine Haushaltszeit

Zuhause zu arbeiten ist natürlich manchmal etwas schwierig, wenn im Haushalt noch viel zu tun ist- mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und mittlerweile gehören „Dinge im Haushalt erledigen“ einfach nicht in meine Arbeitszeit sondern ich erledige sie während der Familienzeit, wenn ich also privat zuhause bin.

Fazit

Ich hoffe ich konnte euch damit einen kleinen Einblick in mein „Zwei-Schichten-Zeitmanagement-System“ geben.

Wie teilt ihr euch eure Zeiten als Selbstständige bzw. im Home Office ein?

Ich freue mich auf eure Erfahrungsberichte und Kommentare!

Eure Jelli

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