Mama hält Baby auf dem Arm im Wohnzimmer

Abgeben und Loslassen

Abgeben und Loslassen

Die größte Herausforderung ist für mich aktuell: Abgeben und Loslassen.

Und zwar meine Aufgaben.

 

Elternzeit und #workingmum

Seitdem unsere Rosa da ist, ist Thomas in Elternzeit, ich arbeite weiter.

Und das bedeutet auch. Thomas hat einen großen Teil der Aufgaben übernommen, die ich sonst überwiegend gemacht habe.

Zwei Dekohäuser auf einem Tisch im Wohnzimmer

 

Haushalt und Mental Load

Solche Dinge wie Wäsche waschen zum Beispiel, Putzen, Aufräumen. Dinge sortieren, mal eben etwas wegräumen, Kinderorganisation, Termine vereinbaren, Unterlagen abgeben, etc. Den Haushalt machen und die Familienorganisation eben oder was man jetzt so schön „Mental Load“ nennt.

Den ersten Part (also den Haushalt machen) kann ich größtenteils schon lange ganz gut abgeben. Immerhin haben wir unsere Haushaltshilfe, die den wöchentlichen „Grundputz“ macht.

Das zweite, die Organisation der Familie und des Haushaltes ist mir schwer gefallen und fällt mir ab und zu noch immer schwer.

Blick in den Eingangsbereich mit weißem Tisch, roter Lampe, Kachelofen, Goldspiegel, rotem Teppich und Terrazzoboden

 

Aufgabenverteilung vorher

Interessanterweise hatten wir vorher nie eine richtige Vereinbarung dazu getroffen, wer welche Aufgaben übernimmt. Es hat sich einfach so ergeben. Und die meisten Paare kennen das, denke ich: Es ist einfach sinnvoller, dass jeder so seinen Bereich hat. Dass man sich aufteilt, anstatt, dass beide alles machen. Und zumeist ergibt es sich nach Neigung automatisch, wer was übernimmt (zumindest wenn man einen ähnlichen Anspruch an Sauberkeit und Ordnung hat :-)).

Wohnzimmer, Haushalt, Aufräumen, Mental Load, Mama; Familie

 

Mein System

Ich hatte so mein eigenes System entwickelt, was wann wie gemacht wird. Wann ich Dinge vom Einkauf mitbringe, wann aufgeräumt wird, wann geputzt wird. Die Organisation wer wann wen zum Kindergarten/Tagesmutter bringt, ob jemand anderes dafür organisiert werden muss und wer die Mädels wieder abholt.

Das lief eigentlich immer ganz gut. Und ziemlich eingespielt obwohl wir durch meine Selbstständigkeit und Thomas Schichtdienst keinen ganz regelmäßigen Alltag hatten/haben.

Wohnzimmer, Kissen Haushalt, Aufräumen, Mental Load, Mama; Familie

Mit Rosas Geburt

Und dann habe ich mit Rosas Geburt diese ganzen Aufgaben abgegeben. Klingt erst einmal ziemlich prima. Ich kann mich auf Rosa, die Mädchen und meine Arbeit konzentrieren und Thomas übernimmt die Haushaltsaufgaben und den „Mental Load“.

Ist es eigentlich auch.

 

Die eigene Rolle in der Familie definieren

Mit Abgabe meiner „alten Rolle“, musste ich mir allerdings erst mal meine Rolle innerhalb der Familie ein bisschen neu suchen bzw. definieren.

Und zwar nicht mehr die Mama, die immer morgens da ist und die Kinder fertig macht/zum Kiga/meinen Eltern/Tagesmutter bringt und sie in der Regel auch abholt; auf dem Rückweg noch schnell einkauft, zuhause die Betten macht, eben die Sachen wegräumt, das Frühstücksgeschirr in den Geschirrspüler stellt, eben die Kissen auf dem Sofa aufschüttelt, einmal kurz durchsaugt.Küche, Haushalt, Aufräumen, Mental Load, Mama; Familie

 

Sondern die Mama, die sich ganz selbstverständlich nach dem gemeinsamen Familien-Frühstück vor den Laptop setzt während der Wegbring- und Aufräumtrubel um mich herum passiert.
Nicht zu organisieren, wann das Freundschaftsbuch wieder dem zugehörigen Kindergartenkind zurückgebracht wird (irgendwann wird es dahin schon seinen Weg finden).

Dinge stehen lassen, liegen lassen und mich nicht verantwortlich dafür fühlen.

Das heißt nicht, dass ich nicht trotzdem ein bisschen was mache. Nur eben nicht „den ganzen Kram“.

Mama hält Baby auf dem Arm im Wohnzimmer

 

Was mir nach wie vor schwer fällt

Ich finde es aber auch schwer, selbst nach der „Anfangs-Einpendel-Phase“ zu akzeptieren, dass Thomas Dinge nun mal anders erledigt. Andere Ansprüche hat. Auch wenn es nur Details sind, die er anders macht. Loszulassen. Da bin ich wirklich noch am Üben.

 

Ein bisschen wie eine neue Beziehung

Manchmal fühlt es sich ein bisschen an wie eine neue Beziehung- wir müssen erst einmal neu austarieren, wer welche Rolle und die dazugehörigen Aufgaben hat und wie sie so zu erfüllen sind, dass beide einigermaßen zufrieden sind.

 

Und bei euch?

Hattet ihr auch schon so Situationen, in denen der Alltag bei euch in der Beziehung bzw. in der Familie und die zu übernehmenden Aufgaben plötzlich ganz neu verteilt werden mussten?

 

 

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